Wer einen Webhoster sucht, der etwas mehr zu bieten hat sollte sich Uberspace mal anschauen. Denn neben der Standardausstattung wie Apache, PHP und MySQL stehen zum Beispiel noch node.js, Ruby on Rails, Python oder C/C++ Entwicklerwerkzeuge zur Verfügung, sogar eigene Cronjobs lassen sich anlegen.

Der Funktionsumfang ist gewaltig und umfasst noch wesentlich mehr als diesen kleinen Auszug. Auch Mails lassen sich mit uberspace verwalten. Als Webmail-Client steht Roundcube bereit. Möchte man Roundcube zum Beispiel durch Plugins erweitern funktioniert das in der bereitgestellten Instanz zwar nicht, aber man kann sich ohne Probleme eine eigene Instanz auf dem Webspace installieren und nach Belieben anpassen.

Es besteht auch die Möglichkeit uberspace mit einer eigenen Domain zu verwenden. Diese muss vorher allerdings bei einem Domainregistrar erworben werden. Was mir wirklich gut gefallen hat, man kann mit der Subdomain die einem von uberspace bereitgestellt wird auch deren Wildcard-TLS-Zertifikat nutzen.

Dennoch ist uberspace nicht unbedingt etwas für jeden. Es lassen sich zwar ein paar Einstellungen auf der Weboberfläche festlegen, der Großteil erfolgt aber über die Kommandozeile. Wer schon mal mit Linux gearbeite hat wird sich, denke ich schnell zurechtfinden. Zur Unterstützung steht ein wirklich sehr ausführliches Wiki zur Verfügung, welches auch für Linux-Einsteiger gut verständlich sein sollte. Wenn es doch mal an der einen oder anderen Stelle klemmt, gibt es ja noch den Support. Egal ob sonntagmorgens um halb 3 oder mittwochs um 14 Uhr, bisher habe ich bei Problemen oder Störungen immer eine schnelle und freundliche Antwort bekommen. So stelle ich mir einen guten Support vor, da können sich einige große Anbieter noch reichlich abschauen.

Wer sich nicht sicher ist, kann uberspace einen Monat kostenlos testen. Übrigens benötigt man für die Anmeldung nichts weiter als einen Nickname. Uberspace verlangt bei der Registrierung keinerlei persönliche Daten, sehr vorbildlich. Nach dem Testzeitraum kostet uberspace mindestens ein Euro pro Monat. Die Strategie lautet dabei “Pay what you want!” das bedeutet, wenn man zufrieden ist, darf man gern mehr zahlen. Kann man sich nicht mehr leisten, ist es auch nicht schlimm. Wer sich bei der Wahl eines angemessenen Betrags unsicher ist, kann auf der Webseite von Uberspace nachlesen. Dort werden die monatlichen Kosten die das Unternehmen für die Bereitstellung hat transparent dargestellt. Auch das ist nicht selbstverständlich. Vielen Dank an das Team für die tolle Arbeit.